Kaffeeatem

Beim Anfahren des Parkplatzes sah ich schon diesen babyblauen Renault. Meinetwegen babyblau, doch er stand völlig grundlos mit den Reifen auf der Linie zu dem freien Parkplatz daneben. Meinem Parkplatz.

Ich passte noch hinein und quälte mich mit der Hand zwischen Tür und Babyblau heraus.

„Das ist aber ganz schön knapp“, entglitt es mahnend der vermeintlichen Besitzerin dieses Bonbon-Gefährts, die penetrant am Ende des schmalen Gangs zwischen den Autos stand. So schnell konnte mein Verstand gar nicht folgen, da stand ich direkt vor ihr und presste meine Finger in ihr Doppelkinn. Gurgelnd schlug mir ihr Leberwurstatem entgegen und ich knirschte die Zähne. Sie hatte bereits gefrühstückt, ich befand mich noch auf der Jagd.

Ich fauchte dem fliederfarben anlaufenden Gesicht meinen fahlen Kaffeeatem ins Gesicht und da fiel mir ein, wie mein Verstand eigentlich hätte reagieren wollen.

“Sicher nicht meinetwegen.“

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4 Kommentare zu „Kaffeeatem

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