Trieb

Ihre grünen Augen folgen dem Fall der Münze. Langsam dreht sich das Metall und sinkt. Ein leises Pling tönt auf, als es an einer Strebe des Einlaufgitters hängen bleibt. Nur für einen kleinen Moment scheint das runde Silber anzuhalten. Dann zuckt es, springt auf und rotiert, während es durch einen Schlitz verschwindet. Das Mädchen atmet... weiterlesen →

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Kein Licht

Dunkelheit befüllt den Raum. Langsam steigt sie auf, als würde sie hinein gegossen. Zuerst verschwinden meine Füße, Beine, Knie. Die Wände werden verschlungen der Boden ist fort, doch spürbar nah. Mit Füßen, die ich nicht mehr sehe, stehe ich auf Grund, der in tiefe Schwärze reicht. Beim Blick in diesen Abgrund merke ich ein Kitzeln,... weiterlesen →

Ertrinke

Vom Wasser aufgestobenes Haar umspielt seinen Kopf als sei es eine Wasserpflanze. Sein Strampeln und stummes Schreien wirbelt Blasen auf, so dass sie kaum merkt, wie ihrer eigenen Nase die Luft in Perlen entflieht. Sein letzter Atemzug liegt schon lange zurück. All das Zappeln wird ihn nicht an die Wasseroberfläche bringen. Nein, es bricht jegliche... weiterlesen →

Letzte Luftblase

Eine Luftblase tänzelte auf der Wasseroberfläche. Nur für eine Sekunde wand sie sich wie eine Eisläuferin und zerplatzte. Ich sah noch die Tröpfchen zerschellen, dann tauchte er auf. Sein Gesicht war bereits aufgequollen, dabei hatte ich ihn erst Minuten zuvor ertränkt. Noch einen Moment sah ich ihm zu, wie er auf dem See trieb; nicht... weiterlesen →

Nun bin ich Er

​Der Lauf der Waffe wirkt so surreal. Mein Körper gerät außer Kontrolle und Gedanken, die meinen Verstand durchfahren, sind flutschig wie ein Stück Mango. Plötzlich ist da nur noch Schwärze in meiner Zukunft. Kein Termin, zu dem ich heute eh keine Lust hatte. Nicht mehr mit dem süßen Typ schreiben, der mir plötzlich so fürchterlich... weiterlesen →

Gläserne Augen

Mein Atem flacht ab. Das Heben und Senken meiner Brust würde mich nur am Zielen hindern. Mein Gegenüber hechelt wie ein Hund. Ihre Augen sind wunderschön. So gefüllt von Tränen glänzt das Blau nahezu gläsern. Ihre Lippen beben und Schleim läuft ihr aus der Nase, sie denkt jedoch nicht daran, es fort zu wischen. Ich... weiterlesen →

Mann an meiner Decke

Der Mann an meiner Decke sieht mich an, ohne, dass er mich erreichen kann. Ich sehe die Gier in seinem Gesicht, doch was er will, das weiß ich nicht. Arme recken, Finger tanzen, greifen, können mich jedoch nur streifen. Der Mann an meiner Decke sieht mich an, wartet, bis er mich erreichen kann.

Klinge

“Sag, wie sehr liebst du mich?“, fragte Darija und umkreisten die behaarten Nippel ihres Schlafgefährten mit dem Zeigefinger. Im Mondlicht der Nacht schimmerte ihre nackte Haut wie Weißgold.“Stell dir vor, du bist in einem unendlichen Wüstenland, und…“ Darja unterbrach ihn forsch: “Keine Ausschweife Liebling!“ “Ich würde für dich sterben und gewiss auch töten. Falls du... weiterlesen →

Befreit

Es gehen Menschen an mir vorüber. Emotionen streifen mich. Augen, Gesichter, tiefe Blicke in die Seele. Sie sind alle gleich in ihrer Verschiedenheit. Stress und Egoismus durchbeben sie. Ein jeder von ihnen flüstert mir seine Geschichte zu - nur für die wenigen Sekunden, die sie meinen Verstand berühren. Ich sehe Lippen, Fäuste und Augen. Ich... weiterlesen →

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