Trieb

Ihre grünen Augen folgen dem Fall der Münze. Langsam dreht sich das Metall und sinkt. Ein leises Pling tönt auf, als es an einer Strebe des Einlaufgitters hängen bleibt. Nur für einen kleinen Moment scheint das runde Silber anzuhalten. Dann zuckt es, springt auf und rotiert, während es durch einen Schlitz verschwindet. Das Mädchen atmet... Weiterlesen →

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Kein Licht

Dunkelheit befüllt den Raum. Langsam steigt sie auf, als würde sie hinein gegossen. Zuerst verschwinden meine Füße, Beine, Knie. Die Wände werden verschlungen der Boden ist fort, doch spürbar nah. Mit Füßen, die ich nicht mehr sehe, stehe ich auf Grund, der in tiefe Schwärze reicht. Beim Blick in diesen Abgrund merke ich ein Kitzeln,... Weiterlesen →

Aufstieg

Ich starre auf meine Füße und sehe keine Schuhe. Stattdessen sehe ich von schwarzem Dreck verkrustete Zehen; schwarz wie der Tod. Der Asphalt hat mir Risse in die Haut geschnitten. Ich sehne mich nach kühlem Gras und weicher Erde. Dann hebe ich den Blick und sehe Menschen die mich umgeben. Manche Gesichter kenne ich, einige... Weiterlesen →

Aus der Kuriositäten Kiste

Tag - äh - keine Ahnung. Wenn ich schon dabei bin meine Kuriositäten auszupacken, hier eines meiner liebsten Stücke: Gestern klopfte ein Fremder an meine Tür. Ich öffnete nur für einen Schlitz, um mürrisch nach seinem Anliegen zu fragen. Recht überrascht über meine Reaktion, bat er mich darum, mich zu beruhigen. Nichts von schwerer Nötigung... Weiterlesen →

Popel

Dies ist einer dieser Texte, den ich schreibe und dann verstecke. Ich denke, keine Sau kann das lustig finden, wer hat mir da schon wieder ins Hirn geschissen und vergessen um zu rühren? Ja, ja nur zur Übung und zur Strafe. Die wunderbare Gitte: Ich will ja nicht behaupten, dass ich ihn nicht mag. Immerhin... Weiterlesen →

Ertrinke

Vom Wasser aufgestobenes Haar umspielt seinen Kopf als sei es eine Wasserpflanze. Sein Strampeln und stummes Schreien wirbelt Blasen auf, so dass sie kaum merkt, wie ihrer eigenen Nase die Luft in Perlen entflieht. Sein letzter Atemzug liegt schon lange zurück. All das Zappeln wird ihn nicht an die Wasseroberfläche bringen. Nein, es bricht jegliche... Weiterlesen →

Jeden Tag, verflixt!

Verflixte Kontinuität. Man muss es halt machen. Da könnte die Welt untergehen, es muss gemacht werden. Ich kann es aber nicht. Ah, stimmt: nicht können ist auch schlecht. Da macht man sich selbst mit fertig und zugleich macht man es sich einfach. Kann nicht, also brauch ich's gar nicht versuchen. Stimmt aber auch nicht.  Ich... Weiterlesen →

Nun bin ich Er

​Der Lauf der Waffe wirkt so surreal. Mein Körper gerät außer Kontrolle und Gedanken, die meinen Verstand durchfahren, sind flutschig wie ein Stück Mango. Plötzlich ist da nur noch Schwärze in meiner Zukunft. Kein Termin, zu dem ich heute eh keine Lust hatte. Nicht mehr mit dem süßen Typ schreiben, der mir plötzlich so fürchterlich... Weiterlesen →

Gläserne Augen

Mein Atem flacht ab. Das Heben und Senken meiner Brust würde mich nur am Zielen hindern. Mein Gegenüber hechelt wie ein Hund. Ihre Augen sind wunderschön. So gefüllt von Tränen glänzt das Blau nahezu gläsern. Ihre Lippen beben und Schleim läuft ihr aus der Nase, sie denkt jedoch nicht daran, es fort zu wischen. Ich... Weiterlesen →

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